
„Einige Hundert Taxler bei Demo gegen Uber„, Kleine Demo und viel Polizei vor der Wiener Staatsoper oder „Friedliche Demo kurdischer Gruppen in Wien“: Doch wer hört auf die Wirtschaft?
Umsatzrückgang durch Demonstrationen
Laut Landespolizeidirektion Wien (Referat Medienrechtsangelegenheiten – SVA 3) gab es im vergangenen Jahr 8123 angezeigte Versammlungen. Der Referent bekräftigt, dass es in Wahljahren mehr angezeigte Versammlungen stattfinden. Zwar müssen nicht alle Demonstrationen bestreift werden, jedoch gilt der Grundsatz, dass diese von der Behörde zur Kenntnis genommen werden.
Die Wirtschaftskammer Wien (Sparte Handel) ist daher der Frage nachgegangen, welcher finanzielle Schaden durch Demonstration in Wien entstehen würden. Laut einer in Auftrag gegebenen Studie (durchgeführt durch KMU-Forschung Austria) war der Ring 2016 für Veranstaltungen und Demonstrationen an 37 Einkaufstagen zumindest partiell und für einige Stunden gesperrt. Davon entfallen 19 Ringsperren auf einen Samstag.
Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiß: Die Ringsperren fügen den Handelsbetrieben in der Innenstadt massiven Schaden zu. 2016 gab es dadurch einen Umsatzverlust von 35 Millionen und es wurden 120 Arbeitsplätze verhindert. (Rainer Trefelik, Spartenobmann Handel Wien)
64 Prozent der Einzelhandelsgeschäfte verzeichneten Umsatzrückgänge durch Ringsperren in Höhe von 5 Prozent in Einzelfällen bis 80 Prozent zu vergleichbaren Verkaufstagen. Die Tagesumsätze sanken bei Ringsperren im Durchschnitt aller Einzelhandelsgeschäfte um 18 Prozent. In Summe haben die Ringsperren 2016 zu einem Umsatzverlust in Höhe von 35 Mio. EUR geführt.
Ringsperren gefährden Arbeitsplätze
Die Einzelhändler hatten durch den massiven Rückgang der Kundenfrequenz oft lange Stehzeiten und reagierten darauf mit Rücknahme des Personals. Einige Betriebe mussten sogar mit einem früheren Zusperren der Geschäfte reagieren. Die Untersuchung zeigen, dass ohne Ringsperren der Jahresumsatz im stationären Einzelhandel um 2,6 Prozent höher ausgefallen wäre. Durch höhere Umsätze könnten 120 Mitarbeiter in den Geschäften im 1. Bezirk mehr beschäftigt werden.
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