Die Muslimbruderschaft verfolgt in Europa nicht nur eine religiöse, sondern auch eine politische Agenda. Der französische Geheimdienst hat nun ein „riesiges Netzwerk von Anwälten“ identifiziert. Dieses soll sich „der Sache“, gemeint Muslimbruderschaft, verschrieben haben. Dies geht aus einem Schreiben von Analysten des Geheimdienstes hervor, die dem französischen Medium „Europe 1“ vorliegt.
Hassprediger Hassan Iquioussen
Wie weitere französische Medien berichten, wurde der Hassprediger Hassan Iquioussen gleich von zwei Organisationen vertreten, die der Muslimbruderschaft nahe stehen. Die Anwälte helfen in Frankreich beim Zugang zu einem Flüchtlingsstatus, sind behilflich bei der Erlangung der französischen Staatsangehörigkeit oder unterstützen ihre Schützlinge bei einem Abschiebeverfahren, um in Frankreich bleiben zu können.
Flucht und Ausweisung
Am 28. Juli 2022 kündigte der französische Innenminister Gérald Darmanin die Ausweisung des Hasspredigers nach Marokko an. Einen Tag vor seiner Abschiebung floh er jedoch ins französischsprachige Belgien. Dort wurde er aber verhaftet und schließlich nach Marokko abgeschoben.
Der Grund dafür waren hasserfüllte Äußerungen gegen die Werte der französischen Republik. Der Hassprediger erlangte für seine verschwörerischen Ansichten, insbesondere antisemitische, homophobe und frauenfeindliche Parolen eine großen Grad der Zustimmung in der radikalisierten Islamistenszene.